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Grillbar - Stefan Dittrich

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Als ich mich für die Meisterschule entschieden hatte, schwirrte mir im Hinterkopf natürlich auch ein Meisterstück herum. Es musste etwas sein, das ich auch nach der Schule noch gebrauchen kann. So entschied ich mich für einen zweimal 45° abgewinkelten Gartengrillkamin. Nach langem Überlegen wie ich den Kamin gestalten könnte, kam ich mit meinen Schulkameraden in ein Brainstorming und so entstand die Idee der Grillbar. Es ist eine Mischung aus Gartengrill und Bar, wodurch auch der Griller immer in Gesellschaft ist.

Das nächste Problem das sich stellte, Beton ist nur bedingt feuerbeständig. Ich stand vor einem Problem, dass sich fast nur mit Schamott lösen ließ. Allerdings stieß ich bei Internet-Recherchen auf einen feuerfesten Beton, den Firetek Gießmix 1400, der bis zu 1400°C hitzebeständig ist. Der Preis dieses Spezialbetons ist mit 150 € pro 50 kg so hoch, dass man dafür 1m³ hochwertigen Frischbeton erhält. Nach Erhärtung der Masse musste ich sie nun 3-4 mal am offenen Feuer erhitzen, wodurch er seine vollständige Härte erhielt. Die fertigen Platten wurden in die Schalung mit eingelegt und einbetoniert.

Beim Schalungsbau wählte ich 16mm Pressspanplatten, die mit dem Wasserstrahlschneidegerät auf das passende Maß geschnitten wurden. Sie sind kostengünstiger und für mein Projekt ausreichend tragfähig gewesen. Stabilisiert habe ich die Schalung mit 21mm dicken Betoplanplatten, die ich verschraubte. Innen belegte ich die Schalung mit geschlitzten MDF Platten, die sich sauber in die Rundung legten. Den Innenkern beklebte ich zusätzlich mit einer 0,5mm dicken PVC-Folie um eine saubere Oberfläche zu erreichen. Meine Boden-, Arbeits- und Thekenplatte Schalte und betonierte ich auf einem im Fertigteilwerk üblichen Kipptisch. Dieser ersparte mir Zeit und vor allem Kosten.

Bei der Farbwahl setzte ich auf einen hohen Kontrast. So wählte ich die Farben rot und anthrazit. Ein für mich farblich passendes Spektakel.

Die Oberflächen der Platten habe ich mit einem Polierschliff versehen. Das Untergestell, sowie den Brennraum habe ich gestockt. Da es sich beim Bindemittel um einen Flowstone handelt, durfte ich die Zeit nicht zu lange ausreizen, denn je länger der Beton aushärtet, desto schlechter ist er an der Oberfläche zu bearbeiten.

Zuletzt möchte ich mich bei den Lehrern bedanken, die mir mit Rat und Tat bei der Meisterstückfertigung zur Seite standen und vor allem auch beim FBB-Förderverein, der unseren Meisterkurs mit Materialien, Büchern und Geldern für Exkursionen unterstützte.

Stefan Dittrich


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