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Rehberg - Gartenbrunnen

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Herstellungsbericht

Schon als ich mich für den Meisterkurs anmeldete, hatte ich mir gedacht, dass ich mir einen Gartenbrunnen mit Wasserspiel als Meisterstück herstellen würde. Denn schon die Springbrunnen der vorherigen Meister haben mich immer fasziniert. Die Idee der zusammen „spielenden“ zwei Hauptkomponenten eines Gartenbrunnen, zum einen des festen, beständigen Betons und zum zweiten des sanften, fließenden Wassers, hatte mich schon so eingefangen, dass für mich schon fast nichts anderes in Frage kam. Das Design war am Anfang schon etwas schwieriger. Da der Beton für mich ein Gegensatz zum Wasser herstellen sollte, wollte ich den Brunnen mit markanteren Zügen gestalten - durch dickere Ränder und ein großes Becken. So kam ich nach und nach zu meinem Entwurf mit dem runden, 15 cm hohen Becken, den drei runden Schüsseln, auf den wiederum runden Säulen.



Die Schalung des Beckens habe ich mir aus den Materialien Holz und Hartschaum hergestellt. Ich habe mir ein Quadrat mit Schalplatten auf eine Höhe von 15 cm mit den Abmessungen von 1,20 m auf 1,25 m auf eine Holplatte geschraubt und, um die runden Kanten zu bekommen, jeweils zwei Hartschaumplatten, mit einem Halbkreis entnommenen Stück, in die Ecke geklebt. Um die Vertiefung des Beckens zu erhalten, habe ich aus den Ausgeschnittenen Halbkreisen, zwei Halbkreise mit dem Radius 45 cm geschnitten und diese aneinander gefügt und in die Mitte der Holzplatte geklebt.

Für die Säulen habe ich mir ein KG-Rohr besorgt und dieses auf die Maße der jeweiligen Säule zurecht geschnitten. Diese Stücke habe ich mir an der Tischkreissäge aufgetrennt und danach mit einem 3 mm auf 4 mm Streifen PVC und Panzerband wieder zusammen geklebt. Somit hatte ich ein sicheres Ausschalen gewährleistet. Ein Leerrohr in der Mitte der KG-Rohr-Stücke gab mir später die Möglichkeit, eine Gewindestange zum Verbinden des Beckens und der Schalung, und den Schlauch der Pumpe hindurch laufen lassen zu können.

Aus GFK, habe ich mir eine Schalung für die Schüsseln hergestellt. Da die drei Schüsseln, die gleichen Abmessungen besitzen, brauchte ich nur eine Schalung herstellen. In die Schüsseln wurde jeweils noch eine Gewindehülse und in die letzte, später höchst aufgestellten, der Schlauch der Pumpe einbetoniert.

Als Oberflächenbearbeitung hab ich einmal das Feinschleifen, für alle Innen und Oberflächen, und das Bürsten für alle Seitenflächen gewählt. Das Bürsten, da ich mir eine natürliche Optik herstellen wollte. Durch die raue Oberfläche kommt der Brunnen als richtiges Gestein rüber. Durch das Schleifen im Inneren und der Oberfläche harmoniert der Beton für mich mit dem Wasser besser.

Einer der wichtigsten Aspekte des Meisterstücks war, dass ich den Brunnen leicht auf- und abbauen kann. So habe ich alles in Einzelteilen, die leicht miteinander verbunden werden können und auch bei Bedarf wieder von einander getrennt werden können, hergestellt. Somit wirke ich der Masse des Betons beim Transport und Montage entgegen. Leider ist mir das Bodenbecken mit seinen ca. 250 kg doch etwas schwer geraten. Doch musste ich etwas in die Masse des Bodenbeckens gehen, um einen harmonischen Einklang mit der Größe der Schalen und Säulen eingehen zu können.

Die Farbe des Betons habe ich von vornherein auf die Farben Schwarz und Grün beschränkt. Die Farbenkombination passt meiner Meinung perfekt in den Garten. Dunkel sollte es sein, um gewaltiger zu wirken und einen Kontrast zum hellen Farbton der Natur herzustellen. An der grünen Gesteinskörnung des Betons war nur mein persönlicher Geschmack Schuld. Alle Teile des Brunnens sind mit der gleichen Zusammenstellung betoniert. Damit wollte ich ein allzu farbenfrohes Meisterstück vermeiden. Der Brunnen sollte als Gestein angesehen werden und nicht als ein buntes LEGO Bauwerk. Als dennoch hellen Gegenpart werde ich das Becken später mit weißen Gesteinen füllen.

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Personen bedanken, die mich bei diesem Projekt unterstützt und mir dabei geholfen haben, meine Gedanken und Ideen umzusetzen.


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